Entsendung von Mitarbeitern nach China

Modelle für den Arbeitsvertrag

 

Die Entschei­dung, seinen Arbeit­geber in China langfristig zu vertreten und zu reprä­sen­tieren, ist Anerken­nung und Aufgabe zugleich.

Bereits im Vorfeld bedarf es konkreter Überlegungen, welche Folgen diese Verän­de­rung mit sich bringt. Zwei grund­sätz­liche Vorge­hens­weisen lassen sich dabei unter­scheiden:

 

Das Entsendungsmodell:

  • Der bestehende Arbeits­ver­trag wird fortge­führt und erhält ledig­lich eine Ergänzung/Änderung bzgl. der Entsen­dungs­mo­da­li­täten.

Das Versetzungsmodell:

  • Der bishe­rige Arbeits­ver­trag endet, das Mutter­un­ter­nehmen wird aus seinen Arbeit­ge­ber­pflichten entlassen. Das hat Auswir­kungen auf den Kündi­gungs­schutz, die Anrech­nungs­zeiten für betrieb­liche Alters­ver­sor­gung, auch die Zustän­dig­keit zu einer Gewerk­schaft ist berührt. Mit dem chine­si­schen Tochter­un­ter­nehmen wird ein neuer Arbeits­ver­trag geschlossen. Es gilt von beson­deren Ausnahmen abgesehen ausschließ­lich chine­si­sches Recht.

Um einen fairen Inter­es­sen­aus­gleich zu schaffen, ist es in beiden Fällen — Entsen­dung und Verset­zung — erfor­der­lich, einen sorgfältig ausge­ar­bei­teten Vertrag zu schließen.

Jürgen Bächle

ist seit 1989 als selbständiger Steuer­be­rater und Experte im inter­na­tio­nalen Steuer­recht tätig und seit über 20 Jahren Mitglied im Vorstand des Deutschen Steuer­be­ra­ter­ver­bandes Baden-Württemberg, DSTVBW.

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